VEREINSGRÜNDUNG

Liebe Freundinnen und Freunde eines Freien Ufers, 

auf dem Treffen der BI am Mittwoch beschlossen die Anwesenden am Dienstag, den 21.9. einen Verein zu gründen. Als Vorbild dient der Verein Griebnitzsee für Alle. Ein Satzungentwurf liegt vor. Ziele des Vereins sollen der Schutz des Sees, seiner Ufer und die freie Zugänglichkeit für Jedermann sein. Der Naturschutz soll gemäß B-Plan 8 und Landschaftsschutzverordnung sichergestellt werden. Es wird eine Anerkennung als gemeinnütziger Verein angestrebt, um Spenden zu werben, damit Uferstücke für die Allgemeinheit erworben werden können. Als Vorsitzender wird sich ein parteiunabhängiger Groß Glienicker bewerben. 

 

Am Dienstag wurde aus der bisherigen Bürgerinitiative der Verein "Freies Seeufer Groß Glienicke!". Mit dem Vorsitzenden Matthias Frey sprach Sebastian Scholze.

 

MAZ: Was ist Ihr Motiv dafür, sich im Verein zu engagieren?

Matthias Frey: Seit 1977 bin ich im Ort, seit 2001 ist er mein ständiger Wohnsitz. Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer war der ehemalige Kolonnenweg offen. Er gehört zum Ort, ist ein Lebensstückchen. Es ist erschreckend, wenn jetzt einige Eigentümer wach werden und denken, sie müssten der Bevölkerung den Zugang untersagen. Damit ist das Gemeinwohl aus meiner Sicht stark gefährdet.

 

MAZ: Was müsste die Stadtverwaltung tun?

Frey: Auf jeden Fall mehr. Es gibt ja einen gültigen Bebauungsplan. Sie müsste also die Sperrung des Weges unterbinden, die Verstöße gegen das Landschaftsschutzgesetz dazu. Es kann nicht sein, dass für jeden einzelnen Anrainer, der den Weg sperrt, eine Anzeige gemacht wird. Das dauert zu lange. An der Südseite des Sees wollte die Verwaltung den Weg, wie im Bebauungsplan vorgesehen, herrichten, aber seit April ist da überhaupt nichts passiert.

 

MAZ: Der Verein plant unter anderem, Ufergrundstücke zu kaufen. Wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten?

Frey: Das ist eine Option, vielleicht pachten wir sie auch, um sie der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Zunächst müssen wir jedoch eruieren, wie viele der Grundstücke in privater Hand sind, welche der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und welche der Stadt gehören. Dann wollen wir in Verhandlungen treten. Ob das klappt, wird man erst dann sehen.

 

MAZ: Ein neues Gutachten gestattet der Stadt, den Anrainern im Austausch gegen das Wegerecht Zugeständnisse beispielsweise in Form der geforderten Bootsstege zu machen. Wie stehen Sie dazu?

Frey: Es darf nicht dazu kommen, dass die Stadt erpresst wird. Ein Anrainer sieht den Steg des Nachbars, möchte auch einen und noch einen Zaun dazu das wäre eine Kette, die keiner durchstehen kann. Es müsste eher in Form eines Rahmenvertrages geschehen, unter Beachtung des Landschaftsschutzgesetzes. Das ist sicherlich möglich, doch die bisherigen Versuche sind ja alle gescheitert.

 

Am Dienstag wurde aus der bisherigen Bürgerinitiative der Verein "Freies Seeufer Groß Glienicke!". Mit dem Vorsitzenden Matthias Frey sprach Sebastian Scholze.

 

MAZ: Was ist Ihr Motiv dafür, sich im Verein zu engagieren?

Matthias Frey: Seit 1977 bin ich im Ort, seit 2001 ist er mein ständiger Wohnsitz. Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer war der ehemalige Kolonnenweg offen. Er gehört zum Ort, ist ein Lebensstückchen. Es ist erschreckend, wenn jetzt einige Eigentümer wach werden und denken, sie müssten der Bevölkerung den Zugang untersagen. Damit ist das Gemeinwohl aus meiner Sicht stark gefährdet.

 

MAZ: Was müsste die Stadtverwaltung tun?

Frey: Auf jeden Fall mehr. Es gibt ja einen gültigen Bebauungsplan. Sie müsste also die Sperrung des Weges unterbinden, die Verstöße gegen das Landschaftsschutzgesetz dazu. Es kann nicht sein, dass für jeden einzelnen Anrainer, der den Weg sperrt, eine Anzeige gemacht wird. Das dauert zu lange. An der Südseite des Sees wollte die Verwaltung den Weg, wie im Bebauungsplan vorgesehen, herrichten, aber seit April ist da überhaupt nichts passiert.

 

MAZ: Der Verein plant unter anderem, Ufergrundstücke zu kaufen. Wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten?

Frey: Das ist eine Option, vielleicht pachten wir sie auch, um sie der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Zunächst müssen wir jedoch eruieren, wie viele der Grundstücke in privater Hand sind, welche der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und welche der Stadt gehören. Dann wollen wir in Verhandlungen treten. Ob das klappt, wird man erst dann sehen.

 

MAZ: Ein neues Gutachten gestattet der Stadt, den Anrainern im Austausch gegen das Wegerecht Zugeständnisse beispielsweise in Form der geforderten Bootsstege zu machen. Wie stehen Sie dazu?

Frey: Es darf nicht dazu kommen, dass die Stadt erpresst wird. Ein Anrainer sieht den Steg des Nachbars, möchte auch einen und noch einen Zaun dazu das wäre eine Kette, die keiner durchstehen kann. Es müsste eher in Form eines Rahmenvertrages geschehen, unter Beachtung des Landschaftsschutzgesetzes. Das ist sicherlich möglich, doch die bisherigen Versuche sind ja alle gescheitert.