2. Sonntagskundgebung mit ZDF : Bericht

Die 2. Sonntagskundgebung der  Bürgerinitiative  FREIES UFER  auf der Badewiese  war ein voller Erfolg.


Eigendlich sollte ein großer Bootsausflug zu den Ufern der Sperrer stattfinden.Alle waren bereit und hatten ihre Boote mitgebracht.Aber die Zeit lief uns davon und an Land gab es so viel zu tun ,dass wir die große Bootsdemo auf das nächstes Mal verschieben mußten.Der Infostand wurde von so vielen Bürgern genutzt ,dass wir nicht in See stechen konnten. 

Das Fernsehteam des ZDF trug auch dazu bei ,mit seinen gezielten Fragen und Interviews,dass sich die Leute auf der Badewiese angeregt unterhielten und diskutierten.So wurden auch zunächst  völlig unbeteilgte Badegäste  plötzlich mit in das Geschehen einbezogen.

Gleichzeitig lief eine größerer Gruppe von Demonstranten in Begleitung von 20 Polizisten den Uferweg ab.Herr Schade hatte zunächst eine Genehmigung erteilt über "seinen Uferweg"zu gehen und hat dann nach einem  längerem Gespräch mit der Polizei  doch  ein imaginäres Flatterband von der Polizei spannen lassen.Auch Herr Daniel,der offensichtlich vergessen hatte sich auf die Demo vorzubereiten zog schnell noch sein gedankliches Flatterband,nachdem die Polizei mit Herrn Menzel bei ihm geklingelt hatte.Herr Munich war wohl verreist ,auch hier erledigte für ihn die Polizei vorsorglich die Absperrung ,da sie ihn nicht erreichen konnten.Kurz nach der Demo vor dem unsichtbaren Flatterband ,überrannte eine gut gelaunte  ca 20 köpfige Wandergruppe alle Flatterbänder am Uferweg.

 Frau Jana Mücke  Ortsbeirätin der CDU  erklärte vor großem Applaus,warum sie für den aktuellen B-Plan ist .

Auch Herr Dörr ( SPD) und seine Familie kamen.Herr Dörr ist ehemaliger Bürgermeister von GG und maßgeblicher  Ersteller und Unterzeichner des B-Plan Nr.8.Herr Dörr konnte uns noch viele wichtige Informationen zum Plan geben.Es hat Spass gemacht ,  einem Politiker zu zuhören, der ganz und gar für seine Sache eintritt und eine Menge Fachwissen in Planungsrecht mitbringt.Er erzählte zum Beispiel warum der im B-Plan eingezeichnete Uferweg von aktuell 3m auf 5m verbreitert wurde.Man habe den Spaziergängern einfach mehr Platz geben wollen und dabei auch an das Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern gedacht.Die ganze Planung habe über 7 Jahre gedauert und sei bis ins kleinste Detail abgewogen und von Fachleuten durchgeplant.Eine Menge Fachwissen sei hier eingeflossen.Der Plan sei deshalb auch nicht mehr anfechtbar ,auch wenn einige sich das wünschen.Die Durchführung des Planes sei keine Frage der Politik sondern eine einfache Aufgabe der Verwaltung.

Wer so einen Plan hat braucht keine Politiker mehr,sondern eine Bauaufsicht ,die ihre Pflichten kennt.Das Problem liegt hier offensichtlich an dem Bauamt,dass seinemAuftrag ,den B-Plan umzusetzen,einfach nicht nachkommt.

Herr Lorenz war als einziger Vertreter der BI Freier Uferweg gekommen und wurde immer wieder vom ZDF angesprochen sich zu äußern.Die hartnäckigen Bemühungen führten schließlich dazu ,dass er uns freundlicher Weise alle einlud zum Mitgliedertreffen seiner BI .

Auf Einladung von Herrn Lorenz fand heute die erste gemeinsame Sitzung beider BIs statt: am 27.6.2010 von 18.30 bis 19.30

Gekommen  waren von der BI Freies Ufer : 5 Leute,3 gingen gleich wieder  und von der BI Freier Uferweg: 7 Leute, wovon 2 gingen.Anwesend war eine Ortsbeirätin, Frau Jana Mücke.

Die BI "Freies Ufer" stellte den gültigen B-Plan vor und erläuterte die Wegeführung des aktuellen und geplanten Uferweges.Dargestellt wurde,dass die Seeanrainer im Bereich zwischen Seepromenade 65 und Badewiese zwischen 4m und 9m ihre Zäune zu weit an den Uferweg gestellt haben.Herr Baudis/Munich hat sogar eine Mauer gebaut und sich ein als  "Öffentliche Grünfläche" markiertes  Grundstück eingezäunt.Das ist nach B-Plan nicht möglich und auch nicht verhandelbar.

Herr Lorenz,der als Anlieger ebenfalls betroffen ist erklärte spontan seinen Zaun selbstverständlich zurückzusetzen.Es wurde darüber gesprochen ,wie eng und bindend die Vorgaben des B-Plans sind,auch  in Bezug auf die Bepflanzung der Grundstücke durch die Eigentümer.Offensichtlich gibt es weniger als drei radikale Seeanrainer ,welche ein Exempel statuieren wollen , vor Stadt und Gericht , und zu keinerlei Einigung bereit sind.Von solchen Leuten dürfen wir uns nicht erpressen lassen .Um so wichtiger ist es an dem B-Plan festzuhalten um diesen Leuten nicht die Möglichkeit zu geben ,den B-Plan Nr.8 von Groß-Glienicke anzufechten.